Hoffnungsbrücke für Straßenkinder

Rehabilitationszentrum in Kuajok, Südsudan

 

 

Im Südsudan wachsen viele Kinder im Schatten von Krieg, Armut und Vertreibung auf. Allein in Kuajok im Nordwesten des Landes leben hunderte Minderjährige
– überwiegend Jungen – auf der Straße: ohne Zugang zu Schutz, ohne Schulbildung, oft schwer traumatisiert. 2019 eröffneten die Salesianer Don Boscos daher in Kuajok ein Rehabilitationszentrum. Im Projekt „Hoffnungsbrücke Kuajok“ begleiten sie 35 Jungen auf dem Weg von der Straße zurück in ihre Familien. In den ersten Jahren des Projekts befanden sich unter den Kindern auch einige, die zuvor als Kindersoldaten missbraucht worden waren. Das Projekt wird großzügig unterstützt von dem Hoffnungsbrücke Kuajok Stiftungsfonds. In einem zehnmonatigen Programm werden die Kinder individuell begleitet und intensiv therapeutisch unterstützt. Auch die Familien werden einbezogen. Viele sind grundsätzlich zur Wiederaufnahme bereit, haben jedoch Zweifel, ob das Zusammenleben dauerhaft gelingen kann. Die Begleitung setzt daher auf beiden Seiten an. Auch nach der Rückkehr endet die Unterstützung nicht. Eine zweijährige Nachbetreuung hilft, die Reintegration nachhaltig zu sichern und den Jungen eine stabile Zukunftsperspektive zu eröffnen. So schlägt die „Hoffnungsbrücke“ einen Bogen vom Leben auf der Straße zurück in ein familiäres Umfeld, von Misstrauen zu Vertrauen und von Perspektivlosigkeit zu neuer Hoffnung.

„Don Bosco sagte: „Diese Kinder sind Edelsteine, die auf der Straße liegen. Sie müssen nur aufgehoben werden, und schon leuchten sie.“ Es macht mich unendlich froh, höchst zufrieden und zuversichtlich, durch meine Stiftung mitzuhelfen, ganz viele dieser Edelsteine nach ihrer schweren – ja, ich sage geraubten – Kindheit in einer besseren, hoffnungsvollen und erfüllenden Zukunft zum Leuchten zu bringen.“
Agnes Peters
Stifterin der Agnes Peters Stiftung - solidarische Welt

Foto: DBMB, Daniel Morach