Barrierefrei durchs Kloster
Aktionszentrum im Kloster Benediktbeuern
Barrierefreiheit entscheidet, wer dabei sein kann – und wer nicht. Jährlich übernachten rund 14.000 Jugendliche und junge Erwachsene in der Jugendbildungsstätte des Klosters – zu Orientierungstagen, Klassenfahrten oder ehrenamtlichen Einsätzen. Darunter sind immer wieder junge Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Schritt für Schritt werden daher die Hindernisse abgebaut. In den vergangenen Jahren wurde bereits viel erreicht: barrierefreie Parkplätze und Toiletten, Auffahrrampen, automatische Türöffner, barrierefreie Zimmer sowie Induktionsschleifen für hörgeschädigte Gäste. Ein Orientierungskonzept für sehbeeinträchtigte und blinde Menschen ist ebenfalls in Arbeit. Dennoch bleiben Lücken. Der Zugang zum Aktionszentrum ist bislang nur eingeschränkt möglich, ebenso der Garten der Jugendbildungsstätte. Eine Rampe soll künftig selbständige Teilhabe an den Aktivitäten im Garten und an den Sportplätzen der Jugendbildungsstätte ermöglichen. Für all diese Maßnahmen wurde das Don Bosco Stiftungszentrum um Hilfe gebeten, und mehrere Don-Bosco-Stiftungen sind dem Hilferuf gefolgt: die Don Bosco Stiftung Benediktbeuern, die Thomas Mayr Stiftung sowie zwei Stiftungen, die anonym bleiben möchten. Ihr Einsatz bewirkt Entscheidendes: Barrierefreiheit öffnet Türen – ganz konkret und für viele junge Menschen zugleich.
„Kloster Benediktbeuern hat meine Frau und mich sehr beeindruckt – wir waren häufig dort, haben auch Freunde mitgenommen, damit sie die besondere Atmosphäre dieses Ortes erleben. Die Arbeit mit Jugendlichen dort haben wir zunächst durch Spenden unterstützt. Den entscheidenden Impuls zum Stiften gab dann Pater Claudius, der mich bei meinem ersten Stifterfest, zu dem ich uneingeladen gegangen war, direkt ansprach. Er sagt: ‚Ab jetzt bist du Stifter.‘ Wir haben uns für eine Zustiftung entschieden, die die Jugendbildungsarbeit in Benediktbeuern fördert, zwei weitere Zustiftungen folgten. Ich kann nur sagen: Leute, stiftet! Oder spendet. Oder macht Zustiftungen. Es gibt so viel zu tun!“
Prof. Dr. Max Körte
Zustifter der Thomas Mayr Stiftung
Foto: Marc Gilsdorf
