Haus der Sonne für Teenager-Mütter und ihre Babys
Schutzzentrum der Don Bosco Schwestern in Cotonou, Benin
Sie werden Mütter, obwohl sie selbst noch Kinder sind. Für viele Teenager-Mütter in Benin reißt eine frühe, ungewollte Schwangerschaft den bisherigen Lebensweg abrupt ab: Sie verlieren familiären Rückhalt, materielle und emotionale Unterstützung sowie ihre schulische Laufbahn. Im „Maison du Soleil“ in Cotonou finden sie mit ihren Babys einen sicheren Ort. Seit 2011 begleiten die salesianischen Schwestern die Mädchen, die viel zu früh mit Verantwortung, Gewalt oder Vernachlässigung konfrontiert wurden. Sie erhalten Unterkunft, können zur Schule gehen und werden versorgt sowie medizinisch und psychosozial betreut. Parallel dazu werden schulische Bildung oder eine berufliche Ausbildung ermöglicht. Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Mutter-Kind-Bindung. Nach etwa einem Jahr wird, wenn möglich, eine Rückkehr in die Herkunftsfamilie oder zu nahestehenden Verwandten vorbereitet. Vier Don-Bosco-Stiftungen setzten sich im Jahr 2025 in Benin ein: die ALDO Stiftung, die Franz und Franziska Partsch Stiftung, die Michael und Margarethe Bajon Stiftung und die Peter Ullmann Stiftung. Ihre Unterstützung ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, in Sicherheit zu leben und neue Perspektiven zu entwickeln.
„Wer die salesianischen Einrichtungen in Benin besucht, begegnet jungen Menschen, deren Lebenswege früh aus der Spur geraten sind: Schulabbruch, Ausbeutung, Gewalt. In einem der ärmsten Länder der Welt sind Schutz und Bildung von Kindern und Jugendlichen keine Selbstverständlichkeit. Die Unterstützung und Solidarität der Stiftungen ist daher mehr als willkommen – sie stärkt die Arbeit vor Ort entscheidend.“
Dr. Nelson Penedo
Geschäftsführer Don Bosco Mission Bonn
Foto: DBMB, Hartmut Schwarzbach
